Baugeschichte

Ende des 14. Jahrhunderts entstand die Brautpforte.
Ende des 14. Jahrhunderts entstand die Brautpforte.

Über das Aussehen der Vorgängerbauten der Oberen Pfarre gibt es keine Nachrichten. Den beiden Ablässen von 1295 und 1300 zufolge kann man jedoch entnehmen, dass eine neue Kirche gebaut werden sollte. Aufgrund einer Inschrift lässt sich der Baubeginn des Langhauses auf den 16. Juni 1338 festlegen. Das zunächst errichtete östliche Langhaus lässt sich auf 1370 und das westliche auf 1380 datieren. Die Kirche wurde 1387 durch den Bischof Lamprecht von Brunn geweiht. Mit dem Bau des großen Hochchors und des Chorumgangs wurde jedoch erst später 1392 begonnen.

1380/90 entstand die Brautpforte an der nördlichen Seite des Kirchenschiffes.  Sie zeigt zu beiden Seiten im Gewände die klugen und die törichten Jungfrauen und im Tympanon die Krönung Mariens. 

Neben dem Haupteingang erinnert eine Ölberggruppe aus dem Jahre 1502 an einen Friedhof, der die Kirche bis ins späte 18. Jahrhundert umgab.

Mit dem Abschluss des Turmes 1535 war der Gesamtbau zunächst fertig gestellt. Der Kirchenbau blieb aus dieser Zeit im Wesentlichen unverändert.

1945 zerstörten Bomben das Umfeld der Kirche und zogen den Turm in Mitleidenschaft.

Eine Generalsanierung des Gotteshauses von 2011 bis 2014 musste vor allem die Schäden, die auf Grund des veränderten Dachstuhls in der Barockzeit und dem Einzug einer stuckierten Flachdecke entstanden, beheben.    

Walter Milutzki